Wandfläche mit strukturiertem Kalkputz, Fenster und Tageslicht
ncbs wernliPratteln, Basel-Land

Schimmel ist selten nur ein Fleck.

Geruch, Neubau-Luft oder Feuchtigkeit sind oft ein Hinweis. Die Quelle sieht man nicht immer. Darum messen wir gezielt.

Wir sanieren nicht selbst. Wir messen und ordnen ein.
Anlass

Wann sich eine Probe lohnt.

Diese Zeichen sind kein Beweis. Sie sind ein Grund, genauer hinzuschauen.

Muffiger Geruch.

Es riecht modrig oder feucht, vor allem nach dem Lüften wieder. Der Geruch kommt oft von einer Quelle, die man nicht sieht.

Neubau-Luft.

Frisch bezogen und die Luft wirkt stechend oder schwer. Neue Materialien können eine Weile ausdünsten.

Stickige Luft.

Im Raum fühlt sich die Luft schnell schwer an. Drinnen schlechter als draussen ist ein typischer Hinweis auf zu wenig Frischluft.

Feuchtigkeit.

Beschlagene Fenster, dunkle Ecken oder ein Fleck an der Wand. Wo es feucht bleibt, wächst Schimmel leicht. Feuchtigkeit ist der häufigste Nährboden dafür.

Die unsichtbare Quelle

Der Fleck ist sichtbar. Die Quelle nicht.

Schimmel zeigt sich an der Oberfläche. Sein Ursprung liegt oft daneben oder dahinter. Wählen Sie die Stellen auf dem Bild aus, wir sagen, warum sie zählen.

Ruhige Wandfläche mit Fenster, Ecke, Sockel und Putz, den typischen Stellen für Feuchtigkeit
Fensterlaibung

Kalte Kante am Fenster. Hier schlägt sich Feuchtigkeit zuerst nieder.

Kalte Ecke

Ecke zur Aussenwand kühlt aus und sammelt Feuchte.

Sockel und Boden

Übergang Wand zu Boden. Aufsteigende oder eingeschlossene Feuchte.

Luftwechsel

Zu wenig Lüftung. Feuchte bleibt im Raum stehen.

Material

Putz, Tapete oder Kleber. Manches nährt Schimmel, manches nicht.

Die Punkte zeigen typische Stellen. Wo es bei Ihnen wirklich sitzt, klärt erst die Probe.
Ablauf

So läuft die Messung.

Der Weg bleibt ruhig. Erst wird der Anlass gelesen. Dann wird gezielt gemessen. Danach steht fest, welcher nächste Schritt Sinn macht.

Kompaktes Raumluft-Messgerät auf einem Holztisch vor einer verputzten Wand, daneben zwei verschlossene Proben-Röhrchen im weichen Tageslicht
Messung vor Ort
01 Anlass

Hinweise lesen.

Geruch, Fleck, Feuchte und Material werden vor Ort angeschaut. So wird klar, was überhaupt gemessen werden muss.

02 Messung

Gezielt beproben.

Wenn eine Probe nötig ist, wird nur die passende Stelle oder Luftsituation gemessen. Nicht alles auf Verdacht. Je nach Anlass: Schimmelsporen, Feuchte, VOC (flüchtige Stoffe aus Farbe oder Möbeln), Formaldehyd, CO₂ (Kohlendioxid, zeigt schlechte Lüftung) oder Radon (Edelgas aus dem Boden).

03 Labor

Werte einordnen.

Das Ergebnis wird in einfache Sprache übersetzt. Sie sehen, ob Luft, Feuchte oder Material zuerst angegangen wird.

04 Plan

Nächste Schritte klären.

Danach klären wir, welche Massnahme Sinn macht. Kleine Schritte kommen vor Umbau. Sanierung führen wir nicht selbst durch.

Orientierung

Was die Zahlen sagen.

Diese Bereiche sind allgemeine Richtwerte, keine Fallzahlen. Sie zeigen, wohin eine Messung schaut. Den genauen Wert für Ihren Raum sehen Sie erst nach der Probe.

40 bis 60 %Relative Luftfeuchte im Zielbereich. Darunter trockene Schleimhäute, darüber wächst Schimmel leichter.
MessgrösseTypischer InnenraumZielbereichWas das bedeutet
CO₂1000 bis 2500 ppm (Teile pro Million)unter 1000 ppmÜber 1000 ppm wirkt die Luft dumpf. Ab ca. 2000 ppm wird sie spürbar stickig.
Relative Luftfeuchte35 bis 75 %40 bis 60 %Zu trocken reizt die Schleimhäute. Zu feucht begünstigt Schimmel.
VOC, flüchtige Stoffe300 bis 2000 µg/m³ (Mikrogramm pro Kubikmeter)unter 300 µg/m³Kommen aus neuen Möbeln, Farbe oder Kleber. Man riecht oder spürt erhöhte Werte oft selbst.
Formaldehydnach Einbau oft erhöhtunter 100 µg/m³Entweicht aus Holzwerkstoffen oder Lacken. Erhöhte Werte reizen Augen und Atemwege.
Radonje nach Lage und Bodenunter 300 Bq/m³ (Becquerel pro Kubikmeter)Natürliches Gas aus dem Untergrund. Steigt in Untergeschosse auf. Ohne Messung unsichtbar.
Oberflächenfeuchte WandVerdacht ab feuchttrockenEine dauerhaft feuchte Wand ist ein sicherer Nährboden für Schimmel.
Allgemeine Richtwerte zur Orientierung, unter anderem nach WHO. Radon nach dem Schweizer Referenzwert. Echte Werte gibt es nur mit einer Messung.
Was Sie bekommen

Sie wissen, was zuerst zu tun ist.

Nach der Probe erhalten Sie einen kurzen schriftlichen Bericht. Er zeigt, wo gemessen wurde, welche Werte auffällig sind, in verständlicher Sprache, und welcher Schritt als erstes sinnvoll ist.

  • Messpunkte. Wo gemessen wurde und warum genau dort, mit Angabe der Werte.
  • Einordnung. Was die Werte bedeuten, was auffällt und was unauffällig bleibt.
  • Nächster Schritt. Was zuerst getan werden sollte, und was noch warten kann.
Wir sanieren nicht selbst. Wir messen und ordnen ein. Manuel Wernli misst selbst vor Ort.
Manuel Wernli, Baubiologe in Pratteln
Manuel Wernli
Fragen

Fragen zu Raumluft und Schimmel.

01Riecht etwas, ist es immer Schimmel?
Nein. Geruch ist ein Hinweis, kein Beweis. Die Probe zeigt, ob Schimmel, ein Stoff oder schlechte Lüftung dahinter steckt.
02Reicht es nicht, den Fleck zu entfernen?
Oft nicht. Ein Fleck ist meist nur das Sichtbare. Wichtig ist die Quelle, sonst kommt das Problem zurück.
03Was wird genau beprobt?
Je nach Anlass Luft, eine verdächtige Stelle oder beides. Gemessen wird, was zur Frage gehört, nicht alles auf Verdacht.
04Wie lange dauert das Ergebnis?
Die Probe vor Ort ist schnell. Das Labor braucht etwas Zeit. Den genauen Rahmen sagen wir vor dem Termin.
05Macht die Luft mich krank?
Das ist eine medizinische Frage. Wir messen die Luft und ordnen sie ein. Eine Diagnose stellt nur eine Ärztin oder ein Arzt.
06Sanieren Sie auch gleich?
Nein. Wir messen und ordnen ein. Sanierung führen wir nicht selbst durch.
Kontakt, ohne Verpflichtung

Beschreiben Sie, was Sie bemerkt haben.

Geruch, Neubau-Luft oder ein Feuchtefleck: schreiben Sie, was Ihnen auffällt. Wir sagen dann, welche Probe sinnvoll ist.

Anrufen079 818 66 54Anfrage schreiben
Oder direkt: hello@ncbswernli.ch
Eine Prüfung ist eine bezahlte Leistung mit Messung, Einordnung und klarer Empfehlung. Die Kosten nennen wir vor dem Termin.